Umlagenverordnung des LFV (VO-FU-2016)

Verordnung des Landesfischereiverbandes Salzburg zur Festsetzung der Fischereiumlage für das Jahr 2016 gemäß § 43 sowie näherer Bestimmungen gemäß § 37 Abs 2 Ziffer 6. des Fischereigesetzes 2002 idgF (LGBl. 81/2002)

Die Fischereiumlage beträgt:

Für Fischereiberechtigte, Pächter, Verpächter und Jahreskarteninhaber

1. Grundbetrag

Der Grundbetrag gemäß § 43 (3) Ziffer 1 beträgt: € 30,00

Der Grundbetrag ermäßigt sich bei Bareinzahlung im Büro des LFV um 13,33 Prozent, bei Abbuchungsauftrag um 25 Prozent, bei Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr um 60 Prozent.

Für Fischereiberechtigte, Pächter und Bewirtschafter zusätzlich:

2. Messbetrag

Der Messbetrag beträgt:

a) bei Seen bis 100 ha je Hektar: € 2,90

bei Seen > 100 ha, für jedes weitere Hektar € 2,30

Seen über Meereshöhe 1.500 m - 50 Prozent

b) bei Teichen ablassbar

1) bis 100 m² € 9,00

2) bis 3.000 m²: b1 und zusätzlich pro weitere 100 m² € 3,45

3) bis 10.000 m²:
b2 und zusätzlich pro weitere 1.000 m² € 9,20

4) > 10.000 m²: b3 und zusätzlich pro weitere 1.000 m² € 5,75

c) bei Teichen nicht ablassbar

1) bis 100 m² € 8,00

2) bis 10.000 m²: c1 und zusätzlich pro weitere je 1.000 m² € 5,75

3) bis 20.000 m²: c2 und zusätzlich pro weitere 1.000 m²€ 2,30

4) > 20.000 m²: c3 und zusätzlich pro weitere 10.000 m² € 9,20

d) bei Fließgewässern getrennt nach Flussordnungszahl:

Bis 2 km € 12,50

Bis 5 km € 17,50

Bis 15 km € 23,00

Bis 25 km € 28,75

Und jeden weiteren km: € 1,15

Flussordnungszahl 1: 1-facher Messbetrag
Flussordnungszahl 2: 2-facher Messbetrag
Flussordnungszahl 3: 3-facher Messbetrag
Flussordnungszahl 4: 4-facher Messbetrag
Flussordnungszahl 5: 5-facher Messbetrag
Flussordnungszahl 6: 6-facher Messbetrag
Flussordnungszahl 7: 7-facher Messbetrag

Anmerkung zur Verpachtung eines Fischerei­rechtes: Von Fischereirechtseigentümern, die ihr gesamtes Fischereirecht verpachtet haben, ist gemäß § 43 des Fischereigesetzes 2002 nur die festgelegte Grundgebühr pro verpachtetem Fischereirecht einzuheben.

Gemäß § 43 (3) setzt sich die Fischerei­umlage zusammen aus

  • einem festen Betrag als Grundbetrag;
  • einem Messbetrag, der sich richtet nach dem Flächenausmaß, der Ablassbarkeit bzw. dem Längenausmaß und der Flussordnungszahl
  • einem festen Betrag je bezogener Gastfischerkarte

Die Fischereiumlage bei Fischereirechten und Fischereipachtverträgen wird pro Fisch­e­­reibuchzahl, also pro Fischereibucheinlage nach § 43 (3) Zi. 1. und 2. berechnet; somit ist die Vorschreibung der Fischereiumlage im Fall von § 43 (4) Zi. a und b. NICHT personenbezogen.

Besitzt eine Person mehrere Fischereirechte, die in unterschiedlichen Fischereibuchzahlen eingetragen sind, oder ist ein Fischereiberechtigter zusätzlich auch noch Pächter, so wird vom Landesfischereiverband Salzburg für jede Fischereibucheinlage bzw. für jeden Pachtgegenstand die Fischereiumlage gemäß § 43 (3) Zi. 1. und 2. berechnet, und enthält somit den Grundbetrag und den Messbetrag.